Demokratisches Handeln fängt klein an

Vom ersten Schultag an sollte das Kind Mitverantwortung für das eigene Lernen und Mitbestimmung für das eigene Tun verwirklichen können. Grundschulkinder sind im „Hier und Heute“ mit der Bewältigung ihres Lebens befasst und man darf und muss ihnen „zumuten“, Verantwortung für sich selbst, die Klasse, die Schule und das Gemeinwesen zu übernehmen.

 

Der Hessische Rahmenplan Grundschule und die Bildungsstandards Sachunterricht heben hervor, dass die SchülerInnen Verständnis entwickeln „........für den Zusammenhang zwischen persönlichen Wünschen und Bedürfnissen einerseits und grundlegenden, unveräußerlichen Rechten andererseits“.

 

Die Kinder sollen befähigt werden.......

  • neugierig und interessiert ihre Umwelt wahrzunehmen
  • nach Ursachen und Wirkung zu fragen, Zusammenhänge zu erkennen
  • eigene begründete Urteile zu entwickeln
  • Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen
  • Initiative zu entwickeln, individuelle und kooperative Aktionen zu planen und durchzuführen.

 

Die Kinder unserer Schule bestimmen ihren Schulalltag mit, indem sie:

  • als Klassensprecher/Klassensprecherin Mitverantwortung für die Gemeinschaft übernehmen
  • sich im Klassenrat mit ihrer Meinung und Ideen sinnbringend einbringen
  • im Schülerrat als Klassensprecher/Klassensprecherin klassenübergreifende Belange diskutieren und zu Lösungen gelangen
  • die eigenverantwortliche Ausgabe von Spielgeräten während der Pausenzeiten (in Planung)

 

 

Demokratisches Handeln in der Grundschule heißt für uns:

„.....vor allem die Teilhabe der Kinder an ihrem Lernen, die wirkliche und tägliche Erfahrung, dass sie nicht nur in einem Anforderungssystem sitzen, in dem ihnen Leistungen abverlangt werden. In diesem Sinne können Kinder in der Schule erleben -und zwar vom ersten Tag an-, dass sie selber tätig sind und dass sie durch das, was sie lernen, wachsen. Sie können erfahren, dass sie nicht nur an einer besseren oder schlechteren Erfüllung einer Aufgabe gemessen werden, sondern dass sie angenommen und ermutigt werden und der Arbeit ihre eigenen Zeichen aufdrücken. Sie können spüren, dass es um sie selber geht und um ihr Lernen, nicht bloß um Anforderungen anderer.“ (Andreas Flitner, 1995).